Der Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren - von der Wissenschaft über Unternehmen und Endnutzer bis zu den Bürgerinnen und Bürgern - ist ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitsforschungsprogramms. Denn dieser gesellschaftliche Dialog trägt wesentlich zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen und zu einer transparenten Darstellung der Forschungsthemen in der Öffentlichkeit bei und ist damit ein entscheidender Erfolgsfaktor des Sicherheitsforschungsprogramms.

Nur der fundierte gesellschaftliche Dialog kann die Grundlage für ein nachhaltiges Verständnis für die Sicherheitsforschung schaffen. Welches Modell von Sicherheit, welche Sicherheitskultur wollen wir anstreben? Welche Rolle spielt der Staat, welche die Wirtschaft in einer global vernetzten Sicherheitsarchitektur? Wie sehr kann Sicherheit durch Technik gewährleistet werden? Wie verhalten sich objektive Sicherheit und subjektive Sicherheitswahrnehmung? Sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen, heißt, den Weg zu suchen, der ein möglichst hohes Niveau an Sicherheit bietet und die demokratischen Werte unserer Gesellschaft schützt. 

Dialoge zu den gesellschaftlichen Fragen der Sicherheitsforschung spiegeln sich in verschiedenen Programmebenen wider:

Dialog zwischen den Akteuren

Im Rahmen der Forschungsprojekte ist der Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren ein projektimmanenter Bestandteil:

  • Horizontal: Ingenieur- und Naturwissenschaften erarbeiten im Dialog mit Geistes- und Sozialwissenschaften in den Projekten gemeinsame Lösungsansätze. Technologische und gesellschaftliche Fragestellungen werden eng verknüpft, Lösungsansätze werden im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen diskutiert.
  • Vertikal: Forschung, Wirtschaft und Endnutzer - seien es sicherheitsverantwortliche Behörden, seien es private Betreiber kritischer Infrastrukturbetreiber, wie Energieversorger und Verkehrsbetriebe - diskutieren gemeinsam innovative Lösungen, in denen Technologien ebenso wie das Verhalten und die Persönlichkeitsrechte von Menschen entscheidend sind.

Zusätzlich werden die Innovationsplattformen den Dialog unterstützen. Sie bieten den Akteuren ein Forum, die relevanten Aspekte der künftigen Sicherheitspraxis (Auflagen, Regeln, Dienstleistungen, Handlungskonzepte), die Anforderungen des künftigen Marktes (Technologien, Produkte, Exportchancen) und die künftige gesellschaftliche Einbettung der zivilen Sicherheitsforschung (Demografie, Globalisierung, neue Bedrohungen) umfassend zu diskutieren.

Fachdialog der gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen

Die relevanten gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Verhaltens- und Kulturwissenschaften sowie den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften befassen sich im Rahmen eines Fachdialogs mit Querschnittsthemen wie "Sicherheitsbewusstsein und Sicherheitsanforderungen in der Gesellschaft", "Technisierung und ökonomische Fragen der Sicherheit","Gesellschaft und ihre sicherheitsrelevanten Akteure".

Der Fachdialog wird von einem Konsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung moderiert.

Öffentlicher Dialog

Auf der Grundlage erster Ergebnisse in den Forschungsprojekten und des Fachdialogs wird ein öffentlicher Dialog initiiert. Der öffentliche Dialog soll dazu beitragen, in der Gesellschaft ein besseres Verständnis für die Herausforderungen und Chancen eines - auch durch Hightech - verbesserten Schutzes der Zivilgesellschaft zu erzeugen.

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