Konferenz des Fachdialogs Sicherheitsforschung am 27. und 28. Juni 2019 und Treffen des Graduierten-Netzwerks Zivile Sicherheit am 26. Juni in Berlin

Veranstaltungsort: Harnack-Haus, Ihnestr. 16-20, 14195 Berlin-Dahlem

 

Programmheft

 

Mittwoch, 26. Juni 2019

5. Treffen des Graduierten-Netzwerks „Zivile Sicherheit“

12.30 Uhr Registrierung und Imbiss

13.30 Uhr Eröffnung im Plenum

14.00 Uhr Plenumsdiskussion: Ideenaustausch zur Stärkung des Graduierten-Netzwerks „Zivile Sicherheit“

16.00 Uhr Debattenworkshop: Spannungsfelder ziviler Sicherheitsforschung

ab 18:30 Uhr Abendprogramm mit Empfang auch für bereits angereiste Konferenzteilnehmer im Harnack-Haus (bis ca. 21.30 Uhr)

Konferenzprogramm

Donnerstag, 27. Juni 2019

09:00 Uhr Registrierung

10:00 Uhr Eröffnung der Konferenz im Plenum

  • Dr. Michael Meister, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung
  • Sicherheit als Alltagspraxis. Auswirkungen veränderter Sicherheitswahrnehmungen und deren politische Implikationen
    Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Institut für Soziologie und Volkswirtschaftslehre an der Universität der Bundeswehr München sowie Hamburger Institut für Sozialforschung
  • Sicherheit als soziale Imagination. Die Rolle des Rechts bei der Konstruktion ziviler Sicherheit
    Prof. Dr. Dr. Ino Augsberg, Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Moderation: Elif Şenel, Journalistin beim Westdeutschen Rundfunk

 

12:30 Uhr Mittagsimbiss

14:00 Uhr Sessionen 1, 2, 3

Session 1:

Gestaltung und Steuerung vielfältiger Sicherheiten

Moderation: Prof. Dr. Hans Vorländer, Zentrum für Verfassungs- und
Demokratieforschung, Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden

  • Problemverschiebungen. Zur Zukunft der zivilen Sicherheitsforschung (14:00-15:30 Uhr)

    • Zwischen Normalisierung und Veränderung. Zur Zukunft der zivilen Sicherheitsforschung
      Prof. Dr. Wolfgang Bonß
      , Lehrstuhl für allgemeine Soziologie und Sprecher des Forschungszentrums RISK an der Universität der Bundeswehr München (Präsentation)
    • Progressive und degenerative Problemverschiebungen. Eine kritische Würdigung der zivilen Sicherheitsforschung
      Prof. Dr. Christopher Daase
      , Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)
  • Sicherheit in föderalen Strukturen (16:00-17:30 Uhr)

    • Sicherheit in föderalen Strukturen. Das Beispiel der NSU-Morde
      Prof. Dr. Wolfgang Seibel
      , Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Konstanz
    • Wie gefährlich ist der Bundesstaat? Die föderale Sicherheitsarchitektur in der politischen und öffentlichen Debatte
      Prof. Dr. Ursula Münch, Akademie für Politische Bildung Tutzing (Präsentation)

Session 2:

Strukturen der Verletzlichkeit

Moderation: Prof. Dr. Thomas Görgen, Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol), Münster

  • Migration und Sicherheit. Befunde und Diskurse (14:00-15:30 Uhr)

    • Die Angst vor kriminellen Migranten als politische Strategie
      Prof. Dr. Elisa Hoven
      , Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medienstrafrecht der Universität Leipzig
    • Furcht vor Kriminalität im Einfluss von sichtbarer ethnischer Vielfalt und allgemeinen sozialen Ängsten
      Prof. Dr. Eva Groß, Professur für Kriminologie, Hochschule in der Akademie der Polizei Hamburg (Präsentation)
  • Gefährliche Orte? (16:00-17:30 Uhr)

    • Öffentlicher Raum für alle? Umgang mit marginalisierten Gruppen im Bahnhofsviertel
      Prof. Dr. Rita Haverkamp, Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement, Juristische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen und
      Dr. Tim Lukas, Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der Bergischen Universität Wuppertal
    • Kommunale Zusammenarbeit für sichere und vielfältige Städte
      Gabriel Bartl M.A., Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin und
      Dipl.-Soz. Wiss. Niklas Creemers, Center for Metropolitan Studies, Technische Universität Berlin sowie Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin

Session 3:

Einsatzkräfte: Herausforderungen, Ressourcen, Reflexionen

Moderation: Prof. Dr. Maja Apelt, Professur für Organisations- und Verwaltungssoziologie, Universität Potsdam

  • Polizei und Gesellschaft (14:00-15:30 Uhr)

    • Die Franzosen und die Polizei: Erklärungen einer Vertrauenskrise
      PD Dr. Fabien Jobard
      Centre de recherches sociologiques sur le droit et les institutions pénales (CESDIP), Guyancourt sowie Centre Marc Bloch (CMB), Berlin
    • "Was weiß die Polizei über die Gesellschaft?" – Zum Verhältnis von „Fakten- und Erfahrungswissen“ im Polizeialltag
      Dr. Daniela Hunold
      , Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), Münster (Präsentation)
  • Diversität in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (16:00-17:30 Uhr)

    • Weibliche Führungskräfte in einer männlichen Organisation: Eine empirische Analyse von Führer-Prototypikalität, Macht und Geschlecht in der Polizei
      Prof. Dr. Antonio Vera
      , Fachgebiet Organisation und Personalmanagement, Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol), Münster
    • Brandherd Diversity? Aktuelle Entwicklungen im Feuerwehrwesen
      Prof. Dr. Ilona Horwath
      , Juniorprofessur für Technik und Diversity an der Fakultät für Maschinenbau, Universität Paderborn

18:00 Uhr Eröffnung der Posteraustellung

18:30 Uhr Abendbuffet mit Musik

 

Freitag, 28. Juni 2019

Fortsetzung Session 1

Gestaltung und Steuerung vielfältiger Sicherheiten

Moderation: Prof. Dr. Hans Vorländer, Zentrum für Verfassungs- und
Demokratieforschung, Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden

  • Digitalität, Demokratie und Sicherheit (9:15-10:45 Uhr)

    • Internetplattformen als Quelle der (Un-)Sicherheit
      Dr. Timo Leimbach, School of Communication and Culture - Information Science, Aarhus University
    • Sicherheitsgovernance durch Algorithmen. Demokratische Implikationen und Gestaltungsmöglichkeiten
      Dr. Lena Ulbricht
      Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) (Präsentation)

Fortsetzung Session 2

Strukturen der Verletzlichkeit

Moderation: Prof. Dr. Thomas Görgen, Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol), Münster

  • Gesellschaftliche und analytische Dimensionen von Verletzlichkeit (09:15-10:45 Uhr)

    • Sicherheit und Verletzlichkeit: Was wissen wir darüber und welche politische Bedeutung haben die Konzepte
      Prof. em. Dr. Helmut Kury
      , Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br.
    • Der dreifach vulnerable Mensch – Nutzen und (Neben)Wirkungen von Analysekategorien und Zuschreibungen
      Prof. Dr. Martin Voss
      , Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Freie Universität Berlin (Präsentation)

Fortsetzung Session 3

Einsatzkräfte: Herausforderungen, Ressourcen, Reflexionen

Moderation: Prof. Dr. Maja Apelt, Professur für Organisations- und Verwaltungssoziologie, Universität Potsdam

  • Gewalt gegen und durch Einsatzkräfte (09:15-10:45 Uhr)

    • Gewalt gegen die Polizei: Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen
      Prof. Dr. Karoline Ellrich, Fachgruppe - Psychologie, Hochschule für Polizei Baden-Württemberg
    • Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen
      Prof. Dr. Tobias Singelnstein, Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik, Polizeiwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum (Präsentation)

11:15 Uhr Resümee im Plenum

11:45 Uhr Podiumsgespräch: Vielfältige Herausforderungen, vielfältige Sicherheiten - neue Wege in der zivilen Sicherheitsforschung

Angesichts der Vielfalt im Themenfeld zivile Sicherheit stellt sich umso mehr die Frage nach aktuellen Weichenstellungen für zukünftige Entwicklungen: Wenn Wahrnehmungen und Deutungen von Sicherheit in der Öffentlichkeit sich schnell wandeln; wenn Informationstechnologie alle Lebensbereiche durchdringt und zentraler Kern aller Infrastruktur wird; und wenn globale Entwicklungen wie Klimawandel, Migration oder wechselseitige Abhängigkeiten an Gewicht gewinnen, stehen die Akteure vor neuen Herausforderungen. Diese sollen im Plenum von Vertreterinnen und Vertretern der relevanten Bereiche des Themenfeldes herausgearbeitet und diskutiert werden.

Moderation: Elif Şenel, Journalistin beim Westdeutschen Rundfunk

  • Prof. Dr. Wolfgang Bonß, Professor für allgemeine Soziologie und Sprecher des Forschungszentrums RISK an der Universität der Bundeswehr München
  • Mindgt. Burkhard Freier, Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Prof. Ines Geipel, Schriftstellerin sowie Professorin an der
    Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin
  • Dr. Ralf Köbler, Präsident des Landgerichts Darmstadt
  • Prof. Dr. Oliver Nachtwey, Professur für Sozialstrukturanalyse, Department Gesellschaftswissenschaften, Universität Basel

 

13:30 Uhr   Mittagsimbiss